Brasilien

Wichtige Initiativen Helga Zepp-LaRouches in Brasilien

Aufruf. In Brasilien erneuterte die BüSo-Vorsitzende ihren Appell für ein internationalen Protokoll zum Verbot von Gewalt-Computerspielen und "Killer"-Videos und forderte die Integration Lateinamerikas in die Entwicklungsperspektive "Neue Seidenstraße".

Am 13. Juni 2002 sprach Helga Zepp-LaRouche, BüSo-Vorsitzende und Spitzenkandidatin bei den Bundestagswahlen, vor einer Versammlung von 80 Richtern, Anwälten, Experten und Studenten im Appellationsgericht des Staates Sao Paulo, Brasilien. Sie rief die Versammelten auf, sich ihrer Anfang Mai nach dem Erfurter Schulmassaker erhobenen Forderung nach einem internationalen Protokoll zum Verbot von Gewalt-Computerspielen und "Killer"-Videos anzuschließen.

Dr. Havanir und Helga Zepp-LaRouche.
Helga Zepp-LaRouche wies erneut auf den militärischen Hintergrund der Computerspiele hin, die ursprünglich bei der US-Armee entwickelt worden waren, um bei den Soldaten die natürliche Hemmschwelle, den Gegner im Kampf zu töten, herabzusetzen. Und obwohl die verheerende Wirkung der Videos und Spiele seit langem bekannt ist, werde nichts zu ihrem Verbot unternommen, weil dem mächtige finanzielle Interessen der Produzenten der Spiele und Hollywoods entgegenstünden. Auch angesichts der dramatisch wachsenden Kriminalität in den brasilianischen Großstädten betonte die BüSo-Vorsitzende, wie notwendig es sei, die Lehren aus den Erziehungsprogrammen eines Moses Mendelssohn oder Wilhelm von Humboldt umzusetzen, nämlich bei Kindern und Jugendlichen den Sinn für Schönheit zu entwickeln, denn "in welcher Welt leben wir, wenn die Jugendlichen den gefährlichsten Teil der Gesellschaft bilden? Kämpfen Sie mit mir für eine bessere Zukunft!"

Die Versammlung wurde vom Vizepräsidenten des Gerichts, Dr. Renato Nalini, geleitet. Der Vortrag wurde mit großer Begeisterung aufgenommen, viele Anwesende versicherten spontan, sich für die Umsetzung der Forderung nach einem internationalen Protokoll einzusetzen.

Bei einem Seminar "Brasilien-Argentinien: die Stunde der Wahrheit" am 14. Juni im Hörsaal der "Vereinigung der Absolventen der Militärhochschule" (ADESG) sprach Helga Zepp-LaRouche über das Entwicklungskonzept der Eurasischen Landbrücke, der "Neuen Seidenstraße" und der Bedeutung dieser Vision der wirtschaftlichen Integration ganzer Kontinente für die Zukunft Lateinamerikas. Der ehemalige brasilianische Parlamentsabgeordnete und Präsidentschaftskandidat Dr. Vasco de Azevedo Neto sprach über konkrete Entwicklungsprojekte für die Wasserwege Lateinamerikas.

Auf der gleichen Veranstaltung sprachen auch der amerikanische Ökonom und Präsidentschaftskandidat Lyndon H. LaRouche, sowie - per Telefon-Verbindung aus einem argentinischen Militärgefängnis - der ehemalige Oberst Muhamed Ali Seineldin.

Am 12. Juni 2002 war Lyndon H. LaRouche zum Ehrenbürger der 18-Millionen-Stadt Sao Paulo ernannt worden.