1997 – Helga Zepp-LaRouche zu Besuch in China und Indien

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Im September 1997 traf Helga Zepp-LaRouche in Beijing mit Vertretern führender politischer Institute zusammen und erörterte den derzeitigen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems. Dieses Problem wird in China sehr ernst genommen, denn man sieht dort die südostasiatische Finanzkrise als Bestätigung von Lyndon LaRouches Warnungen seit 1994. In Neu-Delhi kam sie Anfang Oktober mit führenden Politikern, Wissenschaftlern, Unternehmern und Ökonomen zsammen. Bemerkenswert ist, daß der Indien-Besuch von Frau Zepp-LaRouche zu eienr Zeit erfolgte, in der die seit sieben Jahren betriebene Politik der „wirtschaftlichen Liberalisierung“ in eine kritische Phase getreten ist.

Bei den Gesprächen in Beijing ging es vor allem um die zentrale Frage, die bei dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Jiang Zemin in den USA einen Monat später eine große Rolle spielen sollte: Wie könnnen die Beziehungen zwischen den USA und China auf der Grundlage einer Interessensgemeinschaft dieser beiden Nationen entwickelt werden, um die sich verschärfende wirtschaftliche, politische und soziale Krise zu meistern? Viele Gesprächspartner Zepp-LaRouches waren sogenannte „Gelehrte“. Diesen Titel erhalten in China geachtete Denker in Wirtschaft, Politik und Kultur (ein Konzept, das auch der Westen getrost wiederbeleben sollte.) Als wahrer Gelehrter im modernen China gilt nur, wer grundlegende Beiträge zum Aufbau des Landes leistet: seiner Industrie, Infrastruktur, dem Bildungswesen etc. Die Arbeit von Lyndon und Helga LaRouche – die nicht nur eine Politik vorschlagen, mit der die Welt den gegenwärtigen Kurs revidieren kann, sondern auch in zahlreichen Ländern daran arbeiten, diese Politik durchzusetzen – wird insbesondere von den Älteren unter diesen gelehrten Chinesen sehr wohlwollend aufgenommen.

Die führende chinesische Tageszeitung People's Daily interviewte Helga Zepp-LaRouche Ende September und veröffentlichte am 5. Oktober 1997 auf der Grundlage dieses Interviews einen bemerkenswerten Artikel über den Besuch.

Im Anschluß an ihren China-Aufenthalt reiste Frau Zepp-LaRouche nach Neu-Delhi, wo sie Gespräche mit Politikern, Wissenschaftlern, Wirtschaftsvertretern und Ökonomen führte. Auch in Indien hat man die jüngsten finanziellen Erschütterungen in der benachbarten ASEAN-Region sorgfältig beobachtet. Indien – das gerade seine 50jährige Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien feiert – braucht derzeit eine dringende Neuorientierung in der Wirtschaftspolitik. Die ins Stocken geratene Entwicklung des Landes braucht neuen Schwung, gleichzeitig muß das Land international eine aktive Rolle bei der Überwindung der Finanzkrise übernehmen.

Während ihres Indienbesuches sprach Helga Zepp-LaRouche auf vier öffentlichen Veranstaltungen. Am 29. September hielt sie an der Jawaharlal-Nehru-Universität in Neu-Delhi einen Vortrag über die Eurasische Landbrücke und deren Bedeutung für Indien. 15 Professoren der „School of International Studies“ nahmen an der vierstündigen Veranstaltung teil.

Später hielt sie einen Vortrag über die Weltfinanzkrise und die Eurasische Landbrücke vor der Handelskammer Punjab-Haryana-Delhi (PHDCC). 30 Industrielle, Finanzexperten, Regierungsvertreter und Ökonomen nahmen an der Veranstaltung teil. Sie wurde vom Vorsitzendes des PHDCC Ravi Wig geleitet; an den Vortrag schloß sich eine einstündige Diskussion an. Drei führende englischsprachige Zeitungen – die Wirtschaftszeitungen Business Standard und Business Observer sowie The Statesman aus Neu-Delhi – berichteten über die Veranstaltung.

Am 2. Oktober sprach Helga Zepp-LaRouche am Indischen Internationalen Zentrum. Das vom früheren Außenminister S.K. Singh geleitete Treffen wurde von der Himalajaschen Forschungs- und Kulturstiftung organisiert; der volle Text der Rede erscheint in der Dezemberausgabe des Journals der Stiftung. Am folgenden Tag legte sie auf Einladung von Dr. V.R. Panchamukhi, Direktor des „Forschungs- und Informationssystems für Nichtpaktgebundene und andere Entwicklungsländer“, ihre Auffassungen zu „Gegenwartsfragen der Weltwirtschaft“ vor hochrangigen Mitarbeitern dar. Ebenso wie in China standen in Indien neben den größeren Veranstaltungen zahlreiche politische Gespräche im kleineren Kreis auf dem Besuchsprogramm.

Am 3. Oktober war Helga Zepp-LaRouche Gast der bekannten politischen Fernsehsendung India Talks; das dort mit ihr geführte ausführliche Interview über die Bedeutung der Eurasischen Landbrücke – samt ihrer Warnungen vor einem drohenden Finanzkrach – wurde am 16. Oktober landesweit ausgestrahlt.