Italien

Italien und das Neue Bretton Woods

Das Ehepaar LaRouche setzt sich seit Jahren - international vor allem über das Schiller-Institut - für eine Neuordnung des Weltwährungs- und Finanzsystems durch ein „Neues Bretton Woods“-Abkommen ein. Diese Initiative stößt vor allem unter den italienischen Parlamentariern auf offene Ohren.

Am 13. Februar 2007 sprach LaRouche auf Einladung des Abg. Andrea Ricci im berühmten Sala del Cenacolo der italienischen Deputiertenkammer in Rom.
Lyndon und Helga Zepp-LaRouche setzen sich seit Jahren - international vor allem über das Schiller-Institut - für eine Neuordnung des Weltwährungs- und Finanzsystems durch ein „Neues Bretton Woods“-Abkommen ein. Diese Initiativen stießen vor allem unter den italienischen Parlamentariern auf offene Ohren. Am 14. März 2005 begann im italienischen Abgeordnetenhaus die Debatte über den Antrag des damaligen Abgeordneten und heutigen Unterstaatssekretärs in der Regierung Prodi, Mario Lettieri, in dem die Regierung in Rom aufgefordert wird, sich international für eine Konferenz für ein Neues Bretton Woods einzusetzen, um die Systemkrise der Weltwirtschaft zu überwinden. Der Antrag war bereits im Februar 2004 eingereicht worden und hatte die Unterstützung von etwa 50 Abgeordneten aus allen Fraktionen erhalten.

Die Bedeutung dieses Vorgangs lag darin, daß es sich hier um einen offiziellen parlamentarischen Akt eines Mitgliedslandes der Siebener-Gruppe und Gründungsmitglieds der Europäischen Union handelt, das damit die Dringlichkeit und Notwendigkeit einer neuen internationalen Finanzarchitektur auf die Tagesordnung setzt und die Staatsführung auffordert, sich an den Absichten des Bretton Woods-Systems von 1944 zu orientieren.

Am 6. April 2005 stimmte dann eine Mehrheit der italienischen Deputiertenkammer einer leicht veränderten Fassung des Antrags von Lettieri zu und forderte, daß die Regierung "eine internationale Konferenz auf der Ebene der Staatschefs einberuft, um ein neues und gerechteres Weltwährungs- und Finanzsystem verbindlich festzulegen". In der Debatte wurde Lyndon LaRouche als Urheber der Kampagne "für ein Neues Bretton Woods" bezeichnetet. Die italienische Regierung ist nach den Regeln der parlamentarischen Demokratie verpflichtet, Parlamentsentscheidungen zu befolgen.

Diese Abstimmung über Lettieris Antrag fand nach der zweiwöchigen Osterpause des Parlaments und unmittelbar nach den Regionalwahlen vom 3.-4. April 2005 statt, und es gab eine harte Auseinandersetzung, bis der Versuch der Regierung, den Antrag zu verwässern, schließlich abgewehrt wurde. Der parlamentarische Staatssekretär der Regierung, Cosimo Ventucci, hatte sich dafür stark gemacht, fünf Zeilen des vorliegenden Antrags zu streichen - und zwar gerade jene Zeilen, in denen die Regierung aufgefordert wird, eine internationale Konferenz zur Reform des Weltwährungs- und -finanzsystems einzuberufen. Ventuccis Vorschlag wurde von einer breiten Mehrheit der Abgeordneten zurückgewiesen.

Nach dieser Entscheidung der Deputiertenkammer verfaßte Helga Zepp-LaRouche, anknüpfend an den Aufruf vom Juli 2000, in dem Hunderte von namhaften Persönlichkeiten aus aller Welt, darunter ehemalige Regierungschefs, Abgeordnete, Gewerkschafter, Unternehmer, Bürgerrechtler, Kirchenvertreter u.v.a., eine Reorganisation des Weltfinanzsystems forderten, hat die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, einen neuen Aufruf für die Gründung eines Ad-Hoc-Komitees für ein Neues Bretton Woods, der ebenfalls Hunderte von Unterstützern fand.

Eine ausführliche Dokumentation der Initiativen für ein Neues Bretton Woods finden Sie auf der Internetseite des Schiller-Instituts, http://www.schiller-institut.de/seiten/wirtschaft/wirt2_0.htm.